Unsere Projekttage thematisieren globale Verbindungen gesellschaftlicher Herausforderungen, machen Lösungsansätze für diese vorstellbar und stärken die politische Handlungsfähigkeit von Schüler*innen. Durchgeführt von erfahrenen Multiplikator*innen und mit vielfältigen Methoden.
Unsere Themen
Arbeit Umdenken
Zukunftsfähig Leben
Gutes Gesellschaftliches Miteinander
Unterthemen: Kleidung, Kakao, Care-work, Arbeitsrechte
Wie stellen wir uns die Arbeitswelt der Zukunft vor? Welche Wünsche haben wir an sie? Wie können wir gut leben, ohne uns oder andere auszubeuten? Wir schauen auch derzeitige Problemlagen an: Wo werden entlang der Lieferkette von Schokolade oder Kleidung Rechte von Arbeitnehmer*innen verletzt? Welche Machtstrukturen zeigen sich z. B. in unterschiedlichen Einkommen in der Arbeitswelt? In dem Projekt wollen wir uns mutig Dinge vorstellen, die zunächst weit entfernt erscheinen und erste kleine Schritte dorthin ersinnen.
Unterthemen: Wasser, Ernährung, Klimagerechtigkeit/Klimakrise
In diesem Projekt geht es um unsere Vorstellungen von einer guten Zukunft in einer gerechten und nachhaltigen Welt. Wir diskutieren über die Probleme der Gegenwart – etwa Klimawandel, Wassermangel, Ernährungskrisen und die Auswirkungen der Globalisierung – die solchen Zukunftsvisionen noch im Weg stehen. Wir fragen: Was ist schief gelaufen? Ginge es nicht auch anders? Um Antworten zu finden, schauen wir auf Projekte und Menschen, die Wirtschaft und Gesellschaft solidarisch, ökologisch und fair gestalten. Wie fängt man an, etwas zu verändern? Gemeinsam mit anderen – in diesem Projekt!
Unterthemen: Menschenrechte, Klischees und Vorurteile, Migration – Flucht – Asyl
In diesem Projekt wollen wir Ideen für ein gesellschaftliches Miteinander sammeln, die unsere Wünsche und Bedürfnisse widerspiegeln. Anhand von Beispielen zu Migration, ggf. auch vor dem Hintergrund von Kolonialismus oder eigenen Privilegien, möchten wir überprüfen, wo und wie die allgemeinen Menschenrechte für wen Achtung finden bzw. wo sie in Gefahr sind. Abschließend ist es uns wichtig Wege aufzuzeigen, wie wir uns für gutes gesellschaftliches Miteinander und unsere Werte engagieren können.
Ablauf eines Projekttages
Jeder Projekttag folgt einer klaren Struktur und ist in fünf aufeinander aufbauende Phasen gegliedert. Diese fördern schrittweise das Verständnis für globale Zusammenhänge und regen zum Nachdenken und Handeln an.
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1. Einführung
Zu Beginn setzen sich die Teilnehmer*innen mit ihrem persönlichen Bezug zum Thema auseinander. Sie reflektieren, inwiefern das Thema Teil ihres Alltags ist – etwa durch Konsumverhalten (z. B. Schokolade, Kleidung oder Wasser). Diese Phase schafft eine erste emotionale und inhaltliche Verbindung.
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2. Utopiephase
In einem kreativen Prozess entwerfen die Teilnehmenden eine Welt, wie sie ihnen ideal erscheint. Sie überlegen, welche Werte ihnen wichtig sind und wie ein gutes Zusammenleben aussehen könnte. Eine mögliche Methode ist die „Reise zu einem neuen Planeten“: Die Gruppe landet symbolisch auf einem unbewohnten Planeten und gestaltet dort eine neue Gesellschaft nach ihren Vorstellungen – frei von bestehenden Zwängen und Ungerechtigkeiten. Dabei entstehen erste Ideen, wie eine gerechtere Zukunft aussehen kann.
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3. Realitätscheck
Anschließend wird ein Abgleich mit der realen Welt vorgenommen. Die Teilnehmer*innen erkennen, in welchen Bereichen die aktuelle Realität von ihren Werten und Utopien abweicht – zum Beispiel durch soziale Ungleichheiten, Umweltzerstörung oder Diskriminierung. Diese Phase fördert ein kritisches Bewusstsein für bestehende Missstände.
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4. Handeln
Ausgehend von den erkannten Herausforderungen entwickeln die Teilnehmenden konkrete Handlungsoptionen. Sie überlegen, wie sie selbst aktiv werden können – sei es durch bewussteren Konsum (z. B. FairTrade-Produkte), durch politische Beteiligung oder kreative Aktionen zur Aufklärung. Je nach Zeit und Rahmenbedingungen können diese Ideen direkt im Projekttag ausprobiert oder angestoßen werden.
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5. Feedback
Zum Abschluss reflektieren die Teilnehmer*innen den Projekttag. In mündlicher oder schriftlicher Form geben sie Rückmeldung zu ihren Eindrücken, Lernerfahrungen und zur Methodik. Dieses Feedback hilft uns, die Qualität unserer Angebote stetig weiterzuentwickeln und sie bestmöglich an die Bedürfnisse der Teilnehmenden anzupassen.
Organisatorisches
Voraussetzungen
Mit unseren Projekttagen kommen wir an weiterführende Schulen sowie an andere Institutionen, z.B. zu Seminaren von Freiwilligendienstleistenden. Für Grundschulen gibt es unsere Lesungen, bei Interesse an einem speziellen Angebot für Förderschulen kontaktiert uns bitte direkt per Mail. Damit unser Konzept durchführbar ist, brauchen wir mindestens zwei Tage á 4 Stunden mit der Gruppe, zudem müssen mindestens 15 Personen teilnehmen. Ausnahmen sind nur in Einzelfällen möglich. Der Kostenbeitrag beträgt 2 € pro Teilnehmer*in und Tag. Zu Fördermöglichkeiten für diesen Kostenbeitrag kontaktieren Sie uns gerne.
Vorbereitung
Wir passen die Projekttage methodisch und inhaltlich individuell an die jeweilige Gruppe/Klasse an. Um die Interessen der Schüler*innen berücksichtigen zu können, fragen wir diese vor dem Tag bei Ihnen ab. Wir bieten für Klassen in Greifswald außerdem an, vor dem Projekt für ein kurzes Vorbereitungsgespräch in die Klasse zu kommen.
Umsetzung
Der Projekttag wird von zwei durch verquer ausgebildete Multiplikator*innen durchgeführt. Diese besprechen vor dem Projekttag mit Ihnen den groben Ablauf des Tages und klären inhaltliche, gruppenspezifische und organisatorische Fragen. In diesem Gespräch soll auch kurz besprochen werden, welche Rolle Sie während des Projekttages einnehmen. Ihre Anwesenheit im Klassenraum ist nicht erforderlich.
Nachbereitung
Direkt nach der Durchführung eines Projekttages haben Sie die Möglichkeit, mit den Multiplikator*innen kurz über die Inhalte des Projekttages, offene Enden oder mögliche Anknüpfungspunkte für Ihren Unterricht sprechen. Außerdem bitten wir Sie, uns jetzt schon einen Zeitpunkt zu nennen, zu dem wir Sie für ein etwa viertel-stündiges Auswertungs-Telefonat kontaktieren können.