#WeStandBYyou

Menschenrechtsverletzungen in Belarus

In diesem Jahr verlieh die Jury den Preis an die Belarussiche Opposition vertreten durch deren Koordinierungsrat und politische Aktivist:innen wie Swetlana Tichanowskaja und die Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch. Seit Monaten protestieren in Belarus tausende Menschen Woche für Woche gegen die umstrittene Wiederwahl des Präsidenten Alexander Lukashenka am 9. August.

Etliche Gegenkandidat:innen waren vor der Wahl inhaftiert und an ihrer Kandidatur gehindert worden. Belarussische und internationale Beobachter berichten von Manipulation und Wahlfälschung. Auf die anhaltenden Proteste reagiert die Belarussische Regierung mit Gewalt und Menschenrechtsverletzung: Polizisten verprügeln friedliche Demonstrierende und nehmen wahllos Menschen in Haft. Gefangene berichten von Misshandlungen und Folter. Inzwischen gab es bei den Protesten mehrere Tote, hunderte Verletze und tausende Festnahmen.

Die deutsch-schweizerischen Nichregierungsorganisation Libereco setzt sich aktiv für die Menschen in Belarus ein, die aufgrund ihres politischen oder zivilgesellschaftlichen Engagements verfolgt werden, machen diese Fälle publik und unterstützen die Kräfte einer freien und unabhängigen Zivilgesellschaft. Bereits einen Monat vor den Präsidentschaftswahlen hat die Organisation die Solidaritäts-Kampagne #WeStandBYyou gestartet. Im Rahmen dieser Kampagne übernehmen Abgeordnete europäischer Parlamente Patenschaften für politische Gefangene. Libereco ruft dazu auf, sich solidarisch mit allen Menschen in Belarus zu erklären, die sich für freie und faire Wahlen, die Demokratisierung des Landes, Rechtsstaatlichkeit sowie die Wahrung der Menschenrechte engagieren. Alle, die an der Seite der politisch Verfolgten in Belarus stehen, können ihre Solidarität unter Verwendung des Hashtags #WeStandBYyou in den sozialen Medien zum Ausdruck bringen und dort das Kampagnen-Motiv verbreiten.

Zum Internationalen Tag der Menschenrechte startet Libereco eine Postkarten-Aktion für politische Gefangene in Belarus. Diese Karten sind für uns leicht zu verfassen und zeigen große Wirkung für die Inhaftierten. Das berichtete auch Marco Fieber, Vorstand von Libereco in Deutschland, im Interview mit Vera zum nachhören.

Auf der Webseite von Libereco sind die Namen und Adressen der Inhaftierten sowie Formulierungsvorschläge vermerkt. Wichtig ist: die Postkarten müssen auf Russisch oder Belarussisch formuliert sein. Deutsche oder Englische Post wird nicht zugestellt.

Und wir sind mit Ihnen und euch gemeinsam aktiv geworden. Am 10. Dezember haben wir gemeinsam im Rahmen des Adventskalenders Postkarten geschrieben. Und dabei sind so schöne Gespräche, Gedanken und vor allem Karten entstanden. Vielen Dank nochmal an alle, die dabei waren!

Aktion Verpasst? Überhaupt kein Problem auf der Website von Libereco ist ganz detailliert beschrieben, was man beachten muss, worüber sich die Menschen freuen und natürlich wem Sie/ihr schreiben können/-t. Jedes mal Wenn Sie/ihr die Website neu laden/-t wird ein neuer Name mit einer neue Adresse vorgeschlagen.